Social Project Management (SPM)
Social Project Management (SPM) ist eine von Simprove entwickelte Methodik der Zusammenarbeit,
die hauptsächlich im Bereich der Wissensarbeit angewendet wird und eine
effiziente Projektbearbeitung ermöglicht.
Die Grundidee folgt dabei der von Don Tapscott unter dem Begriff
Wikinomics
geprägten Vorstellung, dass anstelle von Hierarchien und starren
Organisationsstrukturen die Projektarbeit durch Offenheit und eine
Kultur des Teilens erledigt wird.
Im Gegensatz zu Wikinomics setzt SPM jedoch keine freiwillige Zusammenarbeit voraus,
sondern wird vorrangig von verteilten Teams mit konkreten Projektzielen sowie
zeitlichen und finanziellen Rahmenbedingungen angewendet.
Alle Teammitglieder sind dabei gleichberechtigt und sowohl die Aufgabenverteilung
als auch die Ergebniskontrolle findet direkt auf operativer Ebene statt.
Der bewusste Verzicht auf übergeordnete Organisationsstrukturen ermöglicht,
dass sich Projektwissen schnell und gleichmäßig im gesamten Team verteilen kann,
ohne dass Informationen durch den so genannten Stille-Post-Effekt verfälscht werden.
Jeder Beteiligte kann sich jederzeit vollständig über den Projektstand informieren und
zur Lösung aktueller Probleme beitragen. Fällt beispielsweise ein Bearbeiter aufgrund von
Krankheit aus, werden dessen Aufgaben selbstständig von den anderen Teammitgliedern übernommen.
Grundlage hierfür ist eine geeignete Softwareplattform zur Verwaltung der Projektinhalte.
Die Anwendung von SPM ermöglicht eine schnelle und kostengünstige Projektbearbeitung,
da im Idealfall kein zentraler Projektmanager zur Überwachung des Projektfortschritts
und zur Pflege der Projektplanung notwendig ist.
Hinzu kommt eine hohe Motivation im Team, die zum einen aus der Gleichberechtigung der
Mitglieder und zum anderen aus der Transparenz der Projektinhalte resultiert.
Voraussetzung für eine erfolgreiche Anwendung ist jedoch,
dass dieser Mehrwert jedem Beteiligten bewusst ist und die gegebenen Freiheitsgrade
nicht missbraucht werden.
Dementsprechend wird SPM typischerweise von folgenden Personengruppen angewendet:
- Startups, wo Gründer und Investoren gleichermaßen an einem schnellen Unternehmenserfolg interessiert sind
- Freiberufler und Agenturen, die sich zur Bearbeitung eines größeren Kundenauftrags zusammenschließen
- Akademiker, die gemeinsam von der Veröffentlichung wissenschaftlicher Ergebnisse profitieren
Durch eine gezielte Personal- und Organisationsentwicklung können die Vorteile von SPM jedoch auch auf Abteilungsebene in größeren Unternehmen genutzt werden.
In der Praxis kann SPM mit der von Simprove entwickelten Softwareplattform
Workity
zweckmäßig angewendet werden.
Als Webanwendung ist Workity global über das Internet verfügbar.
Mit einem persönlichen Workity-Nutzerzugang kann sich eine Person gleichzeitig an
unterschiedlichen Projekten beteiligten.
Jeder Nutzer kann somit unabhängig von Ort und Zeit den Fortschritt aller seiner
aktuellen Projekte vorantreiben.
Entsprechend der Charakteristik von SPM findet dabei ein Rechtemanagement
lediglich auf Projektebene statt.
Innerhalb eines Projektes können alle Inhalte von jedem Teammitglied eingesehen
und gegebenenfalls verändert werden.
Anstelle einer eindimensionalen Verwaltung der Projektinhalte in Kategorien oder
Ordnerstrukturen erleichtert die Mehrfachverschlagwortung (engl. Tagging) das gezielte
Auffinden von Informationen und fördert die Entwicklung einer einheitlichen Projektssprache.
Neben der Möglichkeit, Referenzinformationen (z.B. Spezifikationen, Dokumentationen, etc.)
gemeinschaftlich zu erarbeiten, bietet Workity zusätzlich Funktionen,
um konkrete Aufgaben und Termine zu definieren, die verantwortlichen Personen aus dem
Projektteam zugewiesen werden können.
Weiterhin kann sich jeder Beteiligte schnell und einfach über seine aktuellen Aufgaben und
Veränderungen im Projektverlauf informieren.